![]() | SV Spexard zog Bilanz |
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| Der Vorsitzende des SV Spexards, Volker Stickling (links), und seine Stellvertreterin Delia Spexard während der Jahreshauptversammlung im Spexarder Bauernhaus. |
In puncto Mitgliederbestand geht es beim SV Spexard weiter aufwärts: Aktuell flattern 3.010 aktive und passive „Spechte“, wie sich die Rot-Weißen auch nennen, rund um die Sportzentrale an der Bruder-Konrad-Straße Und das, obwohl der 76 Jahre alte Traditionsverein lediglich über sechs „Nester“, sprich Abteilungen verfügt. „Wir können in diesem Jahr noch deutlich zulegen“, sieht der 1. Vorsitzende Volker Stickling vorerst kein Ende des Höhenflugs, der nicht zuletzt einem Plus von 71 Neuaufnahmen zu verdanken ist. Damit verteidigt der SVS seinen zweiten Ranking-Platz im Kreis Gütersloh - nur der TV Verl hat noch mehr Mitglieder (3.500). Weniger erfreulich fällt der Wirtschaftsbericht für das Geschäftsjahr 2025 aus; Der SV Spexard schloss die zurückliegende Periode mit einem deutlichen Defizit von rund 15.000 Euro ab, 2014 wurde noch ein dickes Plus (18.000 Euro) verzeichnet. Dass in 2025 unter dem Strich trotzdem sogar ein kleiner Überschuss steht, ist auf den finanziellen Gewinn der Jugendabteilung zurückzuführen, die den Verlust in der Hauptkasse abfedern konnte.
„Es wird immer schwieriger, eine ausgeglichene Bilanz zu erreichen. Deshalb kommen wir um eine Beitragserhöhung nicht herum“, teilte der 2. Schatzmeister Felix Nolting im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung im Spexarder Bauernhaus mit. Die von den rund 100 anwesenden Teilnehmern bewilligte Erhöhung fällt moderat aus und dürfte zu verkraften sein: In der Regel nur um einen Euro im Monat pro Mitglied. Felix Nolting nannte mehrere Gründe, die den SVS zu der vertretbaren Beitragsaufstockung gezwungen haben: Unter anderem die drastisch erhöhten Verbandsabgaben, der Anstieg der Energieausgaben und die wieder nach oben kletternde Inflationsrate. Um auch künftig die Qualität des Sportbetriebs zu gewährleisten, kommt der SVS nicht umhin, weitere Übungsleiter zu akquirieren. Das sei eine der „größten Herausforderungen „, meint V olker Stickling. Sein Vorstandskollege Felix Nolting bedauert, dass die Bereitschaft für ein Ehrenamt weiter sinkt: „Was früher unsere Ehrenamtler unentgeltlich geleistet haben, dafür müssen wir jetzt Leute bezahlen
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| Volker Stickling (Mitte) ist stolz auf die langjährige ehrenamtliche Arbeit von Christiane Offel (links) und Conny Wieht (rechts). |
Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Zukunft sei die Digitalisierung, betont Stickling. Dazu gehört auch die geplante Anschaffung einer digitalen Anzeigetafel, die nicht nur für Spielstände genutzt werden soll und die der SVS durch Spenden finanzieren will. „Auf unserem Crowdfunding - Konto liegen schon etwas mehr als 2.000 Euro“, berichtete der 3.Vorsitzende Alexander Nolting. Es fehlen also noch rund 10.000 Euro. Um weitaus höhere Summen geht bei der vorgesehenen Sanierung und Erweiterung der Sporthalle. An dem Projekt beteiligen sich neben dem SV Spexard ebenso die St. Hubertus Schützenbruderschaft und die Sportschützen. „Es war zeitlich verdammt knapp. Dennoch ist es uns gelungen. den Antrag auf Sportfördermittel noch rechtzeitig nach Berlin zu schicken,“ atmet Stickling auf. Der dort zuständigen Behörde liegen 3.600 Formulare der Sportvereine mit der Bitte um Unterstützung vor. Verteilt werden insgesamt 7,5 Milliarden Euro. Volker Stickling und der am vergangenen Freitag komplett wiedergewählte Vorstand hoffen, dass auch der SVS vom großen Kuchen der staatlichen Zuschüsse ein Stück abbekommt, Der Klubchef kann das jedoch nicht garantieren: „Das steht alles noch in den Sternen.“
Bei den obligatorischen Ehrungen standen zwei besonders verdiente Mitglieder im Fokus, die für ihr langjähriges ehrenamtliche Engagement mit der höchsten Auszeichnung belohnt wurden: Christiane Offel und Klub-Ikone Conny Wieht erhielten im Rahmen der Versammlung die Goldene Vereinsnadel. Letzterer trat 1978 in den SVS ein und galt über diele Jahre als gefürchteter Torjäger. Bis heute ist Wieht bei den „Spechten“ präsent, indem er noch diverse Aufgaben übernimmt. Christiane Offel ist seit 2016 Mitglied und engagiert sich vor allem in der Nachwuchsarbeit. „Sie steht für Verlässlichkeit, Fachkompetenz und echte Leidenschaft für den Sport“, hob Volker Stickling ihren unermüdlichen Einsatz hervor, Die Urkunden-Übergabe für 25-jährige Mitgliedschaft dauerte diesmal länger als sonst. „So viele 25-er hatten wir noch nie“, staunte auch Volker Stickling über die Superquote mit 48 Geehrten. 40 Jahre dabei: Nils de Carnee, Adelheid Falkenreck, Jörn Grote, Thorsten Hendricks, Guido Hollenhorst, Maria Kötter, Raphael Kötter, Martina Kriele, Jürgen Pähler, Helga Röseler., 50 Jahre: Hubert Benning, Reinhard Benstem, Roland Blomberg, Alfred Bolte, Peter Drücker, Ralf Jakobsmeier, Andreas Koch, Annegret Lütkebohle, Norbert Meiertoberens, Reinhold Müller, Roland Starp. 60 Jahre: Wilfried Heveling, Josef Stickling.