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150 Jahre Heiligenhäuschen am Plümersweg

 
Das Heiligenhäuschen steht nach den ersten Arbeiten wieder im rechten Winkel.

Zum 150. Geburtstag des ältesten Heiligenhäuschens in Spexard trafen sich Vertreter des Heimatvereins, der Nachbarschaft und Güterslohs Denkmalpfleger Ulrich Paschke. Das Heiligenhäuschen vom einstigen Hof Meierfrankenfeld am Plümers Weg wurde wohl am 14. September 1871 eingeweiht, so steht es eingeschnitzt in einem bogenförmigen Fenster. Im Jubiläumsjahr sind jetzt die dringenden Renovierungsarbeiten gestartet. Wer an diesem christlichen Kleinod vorbei kommt, wird sich wundern, dass es wieder im rechten Winkel steht. Mit Hydraulik wurde das Bauwerk angehoben und um 50 Grad in die ursprüngliche Position zurückversetzt. Das unter Denkmalschutz stehende Heiligenhäuschen dürfte von dem Ehepaar Eberhard Heinrich Plümer und Margarethe Gertrud Bielefeld errichtet worden sein. Der Anlass könnte der Tod von Conrad Heinrich Plümer gewesen sein, der als Soldat im Deutsch-Französischen Krieg am 14. September 1870 im Feldlazarett von Ars-sur-Moselle an den Folgen einer Typhusinfektion gestorben war.

Der verputzte und rotviolett angestrichene Bau mit einem Satteldach war nach dem Tod des vorigen Besitzers Wenzel Meierfrankenfeld nicht mehr gepflegt worden. Nach der Ermittlung der Erben wurde die Hofstelle verkauft und das Heiligenhäuschen kam in den Besitz der Stadt Gütersloh. Die umfangreichen Renovierungsarbeiten werden vom Amt für Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur des Landschaftsverbandes Westfalen in Münster, der unteren Denkmalbehörde bei der Stadt Gütersloh und dem Heimatverein Spexard begleitet.



Letzte Änderung: 16. September 2021