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100 Jahre Feuerwehr gefeiert

 
Kreisbrandmeister Holtkemper (links) überreichte die Urkunde zum 100-jährigen Bestehen des Löschzuges Spexard an Löschzugführer Alex Füller.

„Gut, dass es Sie gibt – seit 100 Jahren!“ Das ist am Tenor beim Festakt zum 100. Gründungstag des Löschzugs Spexard im Festzelt gewesen. Löschzugführer Alex Füller freute sich über zahlreiche Gratulanten. Besonders begrüßte der Löschzugführer die ehemalige Bürgermeisterin Maria Unger, den Landtagsabgeordneten Jürgen Jentsch und seinen Vor-Vorgänger Franz Blomberg sowie die stellvertretende Bürgermeisterin Ingrid Hollenhorst, den Kreisbrandmeister Dietmar Holtkemper, Raphael Tigges (MdL) und Branddirektor Joachim Koch. Koch, Leiter der Gütersloher Feuerwehr, gratulierte den Spexardern im Allgemeinen und den 57 Aktiven des Löschzugs im Besonderen. Vor 100 Jahren habe man im Ortsteil festgestellt, dass es ohne professionelle Brandbekämpfung nicht mehr gehe. Die gute Kameradschaft und das enorme Engagement seien geblieben, bescheinigte der Feuerwehrchef, selbst Spexarder.

Jan Hollenhorst nahm die Anwesenden mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte des Löschzugs. Sie startete wenig rühmlich: Beim ersten Brandeinsatz fehlte ein Mundstück, ein Ersatzteil musste erst gedrechselt werden. Bis es fertig war, gab es praktisch nichts mehr zu löschen. Die erste Garage auf dem Gelände der Firma Feuerborn, das erste von einem Motor angetriebene Fahrzeug, das Gerätehaus am jetzigen Standort – die wichtigsten Ereignisse können auch in einer Chronik nachgelesen werden. Kreisbrandmeister Holtkemper ließ seine Ehrung bei der Jahreshauptversammlung im heimatlichen Langenberg für 25 Jahre Treue sausen. In Spexard bereitete er die Zuhörenden auf eine 90-minütige Festansprache vor – und fasste sich dann deutlich kürzer. Trotz grundlegender Veränderungen in der Aufgabenstellung sei es nach wie vor Anspruch der Feuerwehrkräfte, Leben zu retten und Gefahren abzuwehren. Holtkemper übergab Löschzugführer Alex Füller die Urkunde des NRW-Innenministers. Tigges lobte das Engagement mit den Worten: „Egal ob Sturm oder Flut – die Feuerwehr packt an.“ Der Spexarder Löschzug sei auch in Sundern und in Kattenstroth im Einsatz, ebenso auf 35 Autobahnkilometern. Ingrid Hollenhorst, Spexarderin und Mutter von drei Söhnen, die alle im Löschzug aktiv sind oder waren, dankte den Mitbürgern für ihr enormes Engagement. Sie dankte auch den Angehörigen für das Verständnis für die ehrenamtliche Arbeit der Blauröcke.

Musikalisch gestaltet wurde der Festakt vom eigenen Musikzug. Und selbstverständlich galt auch am Wochenende: kein Feuerwehrfest ohne Einsatz. Am späten Samstagabend wurde der Löschzug wegen einer ausgelösten Brandmeldeanlage alarmiert. (Die Glocke vom 30.5.2022)



Letzte Änderung: 1. Juni 2022