![]() | Wanderung zum Gut Schledebrück |
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| Die Wandergruppe des Heimatvereins Spexard vor dem kürzlich renovierten Hoftor am Gut Schledebrück in Lintel. |
Auf den Pfaden der ersten Christen von Spexard zogen die Teilnehmer der geschichtlichen Wanderung des Heimatvereins Spexard. Der alte Weg zur Urkirche nach Wiedenbrück wurde bis zum Gut Schledebrück nachgegangen. Die ersten Spexarder gingen zur Kirche nach Wiedenbrück, bevor im 11. Jahrhundert das Kirchspiel Gütersloh gegründet wurde. Die Spuren des Kirchspiels Wiedenbrück gehen bis in das Jahr 785 zurück. Wiedenbrück gilt als eine der vier Urpfarren des Bistums Osnabrück und kam erst 1823 zum Bistum Paderborn. Wiedenbrück gilt als kirchliches Zentrum eines größeren Missionsgebietes. Karl der Große hatte zur Besiedlung aufgerufen. Der Weg zur Kirche hat damals über das Gut Schledebrück geführt. Die Besiedlung von Spexard wird von Wiedenbrück und Schledebrück ausgegangen sein. Die Meierhöfe von Spexard hatten früher und teilweise auch noch heute erkennbar direkte Wege in westliche Richtung zum Gräftenhof Schledebrück. Die ersten Siedler Spexards werden ihre Vorfahren auf dem Hof Schledebrück finden.
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| Die Hofkapelle auf Gut Schledebrück konnte ebenfalls besichtigt werden. |
Gestartet waren die Wanderer vom Reiterhof Frenz, wo die dreistündige Exkursion am Abend auch endete. Durch das Ohlbrock und dem Brüningsbusch ging es zum Gräftenhof Schledebrück, dem wohl größten bäuerlichen Anwesen in der Umgebung. Das Ohlbrock wurde bereits 1052 urkundlich erwähnt. Hier traf sich nachweislich ab 1511 die Gerichtsbarkeit und urteilte jährlich am Freitag nach Fronleichnam. Die Menschen mussten unter anderem Strafgelder bezahlen. Zwischen 1574 bis 1581 gab es Probleme zwischen dem Meier Ameling aus Spexard und den Kindern des Meier zu Schledebrück. Wegen unerlaubter Hasenjagd im Jahre 1582 in Spexard mussten die Schledebrücks 90 Reichstaler Strafe zahlen.
Am 1. Juli 1758 besiegten im Ohlbrock, welches heute zu den Städten Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück gehört, fünf preußische Husarenschwadrone zwei französische Regimenter. Zu dieser Zeit bestand das Ohlbrock aus Wald, Wiese und Weide und wurde überwiegend zur Viehhaltung und Holzgewinnung genutzt. Ab 1830 wurde das Land an über 100 Bauern der umliegenden Bauerschaften aufgeteilt. Der Hof Schledebrück gehört heute zum Rheda-Wiedenbrücker Stadtteil Lintel. Er liegt am Ufer des Ölbachs und wird von der Wapel im Süden gesäumt. Der Hof liegt versteckt und abseits lärmender Verkehrswege. Bei Schledebrück – heute im Besitz der Familie Pavenstädt – schloss sich eine Führung mit Besichtigung des Gutshauses und der Hofkapelle an. Hubertus und Kristina Pavenstädt empfingen die Spexarder bei selbstgebackenen Kuchen und Kaffee. Die Wanderer machten sich einen Eindruck von der denkmalgeschützten und liebevoll renovierten Hofanlage.