Die Geschichte des Spexarder Bauernhauses

 
Am alten Standort an der Helmholtzstraße

Der Hof Meier to Berens wird im Jahre 1370 erstmals urkundlich erwähnt und mehrfach in alten Aufzeichnungen der Bauerschaft Spexard als einer der fünf Voll-Erbenhöfe auf, bevor er im Jahre 1583 im Zuge der Grenzfestlegung zwischen dem Amt Reckenberg und der Grafschaft Rietberg an Verl fällt. Mit der kommunalen Gebietsreform 1969 gelangt er wieder zu Spexard und durch die Eingemeindung an die Stadt Gütersloh. Das mächtige Zweiständer-Haupthaus wurde nach einem dendrochronologischen Gutachten (Baumringkunde) im Jahre 1536 erstellt. Der Wirtschaftsteil erfolgte dann im Jahre 1572. Damit handelt es sich um das älteste Bauernhaus in der Stadt Gütersloh. Aufgrund der Balkeninschrift ist das Haus vermutlich 1781 instand gesetzt worden. Erst 1974 wurde die sogenannte Utlucht (Vorbau) entfernt, welche auf Anregung des Freundeskreises ”Spexarder Bauernhaus” wieder rekonstruiert wurde.

Die Familie Meier to Berens war bis 1879 Besitzer des Hofes. Dann sind in kurzer Zeit vier Eigentümer festzustellen, bevor 1914 Anton Coesfeld den Hof übernommen hat. Die Familie Coesfeld verkaufte 1990 das nicht mehr genutzte Bauernhaus an die Stadt Gütersloh. In seiner Begründung zum Denkmalwert kommt das Westfälische Amt für Denkmalpflege in Münster zu der Auffassung, dass dieses Bauernhaus eines der letzten Zeugnisse der bäuerlichen Vergangenheit im Raum Gütersloh ist und einen hohen Zeugniswert für die Geschichte des Fachwerkbaus besitzt. Das Spexarder Bauernhaus wird als hochrangiges Denkmal eingestuft.



Letzte Änderung: 6. Januar 2021